Das ist sie, unser ganzer Stolz....unsere Natascha !!!                         

                                                                                                       

Die Idee und Verwirklichung unserer Natascha!!!

Nach der Entstehung der Husarengarde im Jahre 1997 wurden die Rufe nach einer eigenen Kanone in den darauffolgenden Jahren lauter. Nachdem man dann erste Ideen und konkrete Pläne hatte, scheiterte es jedoch immer wieder an der Finanzierung und der Beschaffung der dafür notwendigen Materialien. Es wurde zum Glücksfall, dass im Jahre 2001 wir F. Zimmermann ( Schlüsseldienst im Ort ) für die Husaren gewinnen konnten. Ihm gelang es dann nach kurzer Zeit, die ersten konkreten Schritte zur Verwirklichung ( z.B. Kontakte knüpfen, Materialbesorgung, u.s.w.) in die Wege zu leiten.

Nachdem unser Mitstreiter R. Maischak eine Holzachse in der Röhn organisiert hat, wurden erste Angebote zur Herstellung des Kanonenrohres eingeholt. Da die Holzachse nicht mehr im besten Zustand war, wurde sie zur Restauration ins benachbarte Belgien gebracht. Zur gleichen Zeit fand sich im Raum Aachen eine Institution, wo sich zwei Mitarbeiter nach der Darlegung der Baupläne sofort bereiterklärten die Fertigung des Kanonenrohres in die Wirklichkeit umzusetzten. Nachdem diese Schritte eingeleitet waren, war die Vorfreude im gesamten Verein groß.

Aber wir haben uns zu früh gefreut. " Also wie der Volksmund sagt: Ein Problem". Nach einigen Tagen stellten sich jedoch erhebliche Finanzierungsprobleme entgegen der im Vorfeld vereinbarten Produktionskosten dar. Das Projekt stand kurz vor der Aufgabe.

Nach vielen Telefonaten ist es unsem Frank Zimmermann gelungen, einen ortsansässigen Bürger ausfindig zu machen, welcher die Restauration der Holzarbeiten im Rahmen der vorgeplanten Kosten zu verwirklichen.

Aber nicht genug der "Probleme". So wurde uns weiterhin mitgeteilt, dass der Lauf des Kanonenrohres nicht in einem Stück durchgebohrt werden konnte. Diese Arbeit hätte nur eine einzige Firma in Deutschland durchführen können, was jedoch wieder mit hohen Kosten verbunden gewesen wäre ( Transport und Fertigung ). So kam dann die Idee auf, das Rohr in zwei Hälften zu teilen, jeweils die Hälften durchbohren und im Anschluß wieder miteinander zu verschweißen.

Wie gedacht, so getan. Aber es ging mal wieder nicht lange gut. Beim Bohrvorgang brach der Bohrkopf im Rohling ab und blieb stecken. Bevor die Bohrungen fertiggestellt werden konnten, mußte ein erheblich technischer Aufwand dazu herhalten, den abgebrochenen Bohrkopf aus dem Rohling zu entfernen.

Nach Monaten des Schwitzens war das Kanonenrohr in seiner jetzigen Form endlich fertig gestellt worden. Nachdem die zwischenzeitig fertiggestellte Holzlafette und das Kanonenrohr zum Ganzen zusammengesetzt wurde, wurde Seitens des Hauptvorstandes darauf bestanden, ein Gutachten zur gefahrlosen Nutzung ím Karnevalsgeschehen erstellen zu lassen. "Und schon wieder ein Problem".

Jedoch wir wären nicht Husaren, wenn wir nicht auch dieses Problem gelöst hätten. Nach langem "Hin und Her" fand sich im Bereich des Bodensees eine Person, welche auf solche Sachen speziallisiert war. "Nächstes Problem".

Wer macht Urlaub am Bodensee? Richtig. Keiner.

Durch geschäftliche Beziehungen des Hauptantreibers F. Zimmermann zu einer ortsansässigen Spedition, konnte der Transport für ein geringes Endgeld durchgeführt werden. Bei der Verladung des Rohres mußten wir zu unserem Entsetzten Feststellen, dass nur RTL und Sat 1 gefehlt haben. Was für ein Auflauf von Neugierigen. Und alles Angestellte der Firma die angeblich nichts zu tun hatten. Grins. Obwohl sie noch nicht einmal ihren ersten Schuß abgegeben hat, war sie schon eine kleine Atraktion.

Nach dem bestandenen Schuß- und Sicherheitstest am Bodensee ging sie auf ihre vorerst letzte Reise in Richtung Heimat.

Nach der Ankunft im Ort haben wir in Franks Garage mehrere Nächte damit verbracht, die richtige Mischung / Zusammensetzung der Munition herauszufinden. Die genaue Rezeptur liegt verschlossen im Panzerschrank bei unserem 1. Kanonier. Nach langem "Hin und Her" fehlen nun in Franks Garage die ein oder andere Fensterscheibe.

Das war die Idee und Verwirklichung.

Es folgte dann am 22.12.2001 in feucht fröhlicher Runde die Taufe ( siehe Bilder oben und unten) in Würselen, Ortsteil Linden - Neusen beim Schmied Siemons.  An dieser Stelle möchten wir uns dann auch bei ihm bedanken, da er die gesamten Metallbeschläge für uns kostenlos angefertigt hat. Aber wie sollte sie heißen. Viele Husaren zerbrachen sich die Köpfe. Doch nur einer behielt den Durchblick ( Jürgen Preuth ) und schrie lauthals überzeugend den Namen N A T A S C H A in den Raum. Ohne großes Überlegen war der Name geboren.

Kommen wir zu einem uns sehr wichtigen Absatz. An dieser Stelle möchten wir uns bei den Leuten bedanken, die durch ihre finanzielle Spende zur Beschaffung, zum Bau und zur Verwirklichung beigetragen haben. Zum Dank haben wir diese namentlich auf der Geschützlafette in Form von Messingschildern verewigt.

Der große Tag nahte. Unsere Gemeinschaftssitzung, auf welcher der erste offizielle Schuß abgefeuert werden sollte. Nach großer Nervosität waren wir dann alle erleichtert, als der erste Knall durch den Saal ertönte. Eigens zu diesem Ereignis war natürlich die Lokalpresse vor Ort und hielt wie unten zu sehen das Ereignis in Wort und Bild fest.

So konnten wir dann erfreulicher Weise in den folgenden Jahren feststellen, dass sie bei vielen Karnevalsumzügen eine gern gesehene Atraktion der Bevölkerung war. So wurden wir an jeder Ecke von Groß und Klein dazu aufgefordert trotz anfangs geringer Munitionsmenge unaufhörlich zu Schießen. Aufgrund der hier gemachten Erfahrungen, sahen wir uns gezwungen, unseren Munitionsbestand um ein dreifaches zu erhöhen. Wir möchten an dieser Stelle nicht betteln. Um diesen Verlangen des Volkes weiterhin nachzukommen, sind wir für jede weitere Spende dankbar. Wenn sich jemand dazu bereit erklärt eine Spende abzugeben, so kann er dieses im Geschäft unseres Frank Zimmermann ( Aachener Str. 33 / Alsdorf - Mariadorf ) machen.

Wie bei einem Pkw muß auch unsere Natascha nach drei harten Jahren bei Wind und Wetter mal freiwillig zur Hauptuntersuchung. Die Erfahrungen, die wir in den drei Jahren gemacht haben, veranlaßten uns in diesem Zusammenhang sinnvolle Veränderungen vorzunehmen.

Da es sich bei dem Geschütz,  um kein Kinderspielzeug handelt und wir nicht wollen, dass mit dem Umgang unserer Natascha fahrlässig gehandelt wird, haben wir nach kurzer Zeit eine Artillerie - Abteilung gebildet. Diese besteht mitlerweile aus vier Husaren ( = Kanonieren ), welche sich ausschließlich nur mit der Betreunung und Wartung der Kanone befasst.

 

Das wars. Schöne Grüße von der Abteilung 1. Artillerie / 1. Husarengarde 1997 / K.G. Blaue Funken 1933 e.V. Hoengen.

 

Verfasser / Redaktion: O. Engel, J. Preuth, F. Zimmermann

 


Das Orginal-Foto der Tageszeitung Aachen Nachrichten vom 23.01.2002

An dieser Stelle, möchten wir uns bei denjenigen leuten bedanken,  die uns das hier ermöglicht haben ........Jungs, Ihr wisst wer gemeint ist !!!            !!!    DANKE   !!!

Datenschutzerklärung
Eigene Webseite erstellen bei Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!